Kürzlich wurde das neue ZeMKI Arbeitspapier “German Version better”: Mimetic Normativity in TikTok Daʿwa veröffentlicht.
Kürzlich wurde ein neues Arbeitspapier von Christoph Günther mit dem Titel “German Version better”: Mimetic Normativity in TikTok Daʿwa veröffentlicht.
Es wird untersucht, wie TikToks als kurzes Videoformat eine besondere Form der religiösen Lehre ermöglichen, die islamische Normen in einfache Kategorien wie „richtig“ (ḥalāl) und „falsch“ (ḥarām) unterteilt. Die Studie beleuchtet, wie muslimische Content Creator ethische Orientierung durch Verweise auf den Qurʾan und Hadith vermitteln, dabei jedoch auf komplexe diskursive Traditionen und Kontextwissen der islamischen Rechtswissenschaft verzichten.
Die Forschung zeigt, dass die Kürze der Videos eine tiefgehende Auseinandersetzung mit theologischen Themen erschwert und Normen als überzeitlich und unabhängig von menschlicher Erfahrung darstellt. Die Zuschauer diskutieren die vorgestellten Normen in den Kommentaren, ohne dass wissenschaftliche Expertise einfließt. Darüber hinaus wird in der Studie analysiert, wie TikToks funktionale Elemente wie Zusammenarbeit, Humor, Hashtags und Untertitel die Präsentation religiöser Inhalte beeinflussen und eine ansprechende, kollaborative Verbreitung vereinfachter religiöser Normen fördern.
Hier geht es zum Arbeitspapier.
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