Am 13. Juni 2025 fand im Rahmen der ICA-Konferenz in Denver ein Panel unter dem Titel „Critical Perspectives on Communicative AI and Society: Imaginaries, Data Infrastructures, Democracy, Silence and Automated Markets“ statt.
Am 13. Juni 2025 fand im Rahmen der International Communication Association (ICA) Konferenz in Denver ein Panel unter dem Titel „Critical Perspectives on Communicative AI and Society: Imaginaries, Data Infrastructures, Democracy, Silence and Automated Markets“ statt. Das Panel bot eine Plattform für führende Wissenschaftler*innen, um aus sozialtheoretischer Perspektive zentrale Herausforderungen im Umgang mit Communicative AI zu diskutieren.
Aus Sicht der ComAI-Forschungsgruppe besonders hervorzuheben ist der Beitrag von ZeMKI-Mitglied Prof. Dr. Andreas Hepp, der die Rolle von Pioniergemeinschaften bei der Entstehung gesellschaftlicher Imaginationen von Communicative AI analysierte. Hepp zeigte auf, wie diese Gemeinschaften – vom Whole Earth Network bis zu aktuellen Netzwerken wie Hacks/Hackers oder Reboot – visionäre Konzepte von Communicative AI in öffentliche Diskurse einbrachten und damit bis heute unsere Vorstellungen von digitaler Zukunft prägen.
Neben Hepp präsentierten:
- Nick Couldry (LSE) eine Analyse von Communicative AI im Kontext von „data colonialism“ und Wissensaneignung,
- Giovanna Mascheroni, Simone Tosoni und Fausto Colombo (Università Cattolica del Sacro Cuore) eine Studie zu den Chancen und Grenzen von Communicative AI in demokratischen Diskursen,
- sowie Göran Bolin (Södertörn University, außerdem Chair des Panels) eine kritische Reflexion über die Rolle von Communicative AI in der Expansion automatisierter Märkte und deren Einfluss auf gesellschaftliche Bewertungspraktiken.
Das Panel unterstrich die Bedeutung kritischer sozialwissenschaftlicher Forschung für das Verständnis von Communicative AI und ihre gesellschaftlichen Implikationen – ein zentrales Anliegen der Forschungsgruppe ComAI.
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