Miira Hill vom DCID-Lab diskutierte mit führenden deutschen Forscher:innen die Auswirkungen sozialer Medien auf Demokratie. Die Gruppe arbeitet an einem Konsenspapier und der stärkeren Vernetzung der Social-Media-Forschung.
ZeMKI-Mitglied Dr. Miira Hill hat am 7. November 2025 an einem interdisziplinären Workshop der Bertelsmann Stiftung, der Universität der Bundeswehr München, der TU Dresden und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung teilgenommen. Im Fokus stand die Erarbeitung eines Konsenspapiers zu den Auswirkungen sozialer Medien auf demokratische Prozesse.
Der Workshop brachte führende deutsche Wissenschaftler:innen aus der Social-Media-Forschung zusammen, um den aktuellen Forschungsstand zusammenzuführen, Forschungslücken zu identifizieren und Wege für eine stärkere Vernetzung des Forschungsfelds aufzuzeigen.
Die Diskussion zeigte: Soziale Medien prägen öffentliche Debatten und politische Meinungsbildung erheblich. Zwischen digitalen und analogen Meinungsbildern zeigen sich Verzerrungen, und kommerzielle Plattformlogiken verstärken affektive Polarisierung. Gleichzeitig bleibt das Wissen über konkrete Wirkmechanismen und Kausalitäten begrenzt, unter anderem aufgrund eingeschränkten Zugangs zu Plattformdaten.
Die Teilnehmenden betonten die Relevanz engerer Zusammenarbeit in einem stark fragmentierten und politisierten Forschungsfeld. Anfang 2026 werden die Ergebnisse des Workshops konsolidiert und für politische Entscheidungsträger:innen aufbereitet. Zudem sind weitere Austauschformate geplant, um das Forschungsfeld besser zu koordinieren und den interdisziplinären Austausch zu stärken.
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