Eine Forschungsgruppe unter Beteiligung der ZeMKI-Mitglieder Prof. Cornelius Puschmann und Patrick Zerrer hat den Zuschlag für eine Studie der Bundesnetzagentur zu systemischen Risiken von Plattformen im Kontext des Digital Service Acts erhalten.
Die Studie „Gesellschaftliche Auswirkungen systemischer Risiken“ wird von Wissenschaftler:innen des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG), des Leibniz-Instituts für Medienforschung, Hans-Bredow-Institut (HBI) und des ZeMKI durchgeführt. Sie analysiert die Rolle großer Online-Plattformen und Suchmaschinen im Hinblick auf gesellschaftliche Risiken, die sich aus ihrer Reichweite ergeben können. Auftraggeber ist der Digital Services Coordinator der Bundesnetzagentur, der überwacht, ob Online-Dienste die Regeln des Digital Services Act (DSA) der EU einhalten.
Der Fokus der Studie liegt auf der Verbreitung von Desinformation und dessen Einfluss auf den gesellschaftlichen Diskurs und politische Prozesse in Deutschland. Die Studie gliedert sich in zwei Arbeitspakete:
- Arbeitspaket 1: Untersucht die Realisierung systemischer Risiken, insbesondere die Verbreitung von Desinformation sowie die beteiligten Akteure und Technologien.
- Arbeitspaket 2: Analysiert die Auswirkungen dieser Risiken auf Nutzer:innen und Gesellschaft, einschließlich sozialer und politischer Effekte wie gesellschaftliche Spaltung und Vertrauensverlust in Institutionen.
Die Forschungsgruppe startet die Arbeit an der Studie für die Bundesnetzagentur im Oktober 2024.
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